Im Verständnis der Systemischen (Neuen) Autorität gründet Autorität nicht auf Unfehlbarkeit.
Sie gründet auf Präsenz.
Dabei geht es um Selbstverantwortung, Transparenz und Beharrlichkeit in Beziehung.
Ein Fehlerzugeständnis kann Ausdruck moralischer Präsenz sein. Es kann Kongruenz zwischen Haltung und Handeln zeigen. Wer Verantwortung übernimmt, ohne zu beschämen oder sich zu rechtfertigen, bleibt Gegenüber.
Autorität verliert nicht an Stärke, wenn sie Irrtümer anerkennt. Sie gewinnt an Klarheit. Nicht Unfehlbarkeit erzeugt Verlässlichkeit, sondern die Bereitschaft, sich selbst zu reflektieren, regulieren und Verantwortung zu tragen.
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Foto: M. Wiprich