Der Satz von Nietzsche kann als Einladung gelesen werden: neugierig auf andere Wirklichkeiten zu bleiben. Denn wir erleben die Welt erstaunlich oft aus einem bestimmten Ausschnitt heraus. Wenn uns das bewusst bleibt, kann Unterschiedlichkeit weniger trennen und eher erweitern.
Die Haltung der Neuen Systemischen Autorität versteht Autorität nicht als Deutungshoheit, sondern als verantwortliche Präsenz in Beziehungen und Systemen: sichtbar bleiben, ansprechbar sein, im Kontakt sein – auch dann, wenn Perspektiven nebeneinander stehen.
Unterschiedliche Wahrnehmungen können zu Informationsquellen werden. Vielfalt an Sichtweisen kann helfen, Situationen umfassender zu verstehen, als es einer einzelnen Person möglich wäre.
Das betrifft Führung ebenso wie Elternschaft, Teamarbeit oder Partnerschaft. Beziehungssicherheit kann wachsen, wenn Unterschiede sagbar bleiben dürfen und niemand Allwissenheit beanspruchen muss.
So kann die Anerkennung verschiedener Perspektiven weniger Risiko und eher Ressource sein – für Kooperation, Lernbewegung und tragfähige Beziehungen. Dort kann systemische Autorität als Haltung lebendig werden.
Infos und Seminare: www.neueautoritaet.de
Foto: B. Körner